Aktuelles
13.08.2009
„Es wird lebendiger“
Gelb statt schwarz, diese Botschaft wollen die Liberalen mit diesem Plakat an den Wähler bringen. Mit dem kleinen roten Dreieck spiele man auf die Bedeutungslosigkeit der SPD an, erklären (v.l.) Fraktionsvorsitzender Wilhelm Reinecke, Godehard Pöttker, Kreisvorsitzender Christof Rasche MdL und Franz-Xaver Frede. Alle kandidieren für den Kreistag. Foto: Krumat
Die Liberalen im Kreis Soest erwarten bei der Kommunalwahl ein Abschmelzen der großen und mehr Zuspruch für die kleineren Parteien
KREIS SOEST Nach der Kreistagswahl wird es im Soester Parlament „lebendiger“. Davon geht zumindest der FDP-Kreisverband aus. Nach Überzeugung der Liberalen wird es bei den größeren Parteien ein „Abschmelzen“ geben und die kleineren werden gestärkt aus der Wahl hervorgehen. Bei den neuen Mehrheitsverhältnissen könne es in den Abstimmungen dann „inhaltlich die eine oder andere Überraschung geben“, glaubt FDP-Fraktionsvorsitzender Wilhelm Reinecke. Auch die Kreistagsabgeordneten Godehard Pöttker und Franz-Xaver Frede sowie der FDP-Kreisvorsitzende und Kreistagskandidat Christof Rasche MdL wünschen sich lebhafte Diskussionen im Sinne der Sache.Die heimische FDP fühlt sich für die Kommunalwahl bestens gerüstet. Es herrsche eine „Superstimmung“ in der Partei, die am 30. August drittstärkste Kraft werden will. Vorsitzender Rasche möchte auch in der Kreispolitik, wie im Land praktiziert und im Bund angestrebt, eine enge Zusammenarbeit mit den Christdemokraten. Bei der Wahl stehe man zwar im Wettbewerb, doch danach sei die CDU der „Lieblingspartner“, obwohl die in den vergangenen Jahren „mit der BG geflirtet“ habe. Nach dem 30. August werde man sehen, ob eine Kooperation möglich sei. Die Liberalen möchten ein Gegengewicht zur CDU-Politik bilden, die „hochdominiert vom Westkreis“ sei. „Wir wollen eine gerechte Politik für den gesamten Kreis“, unterstreicht Rasche.
An der Westbevorzugung sei letztlich auch die zügige Realisierung der B1-Umgehung Erwitte gescheitert, für die der damalige Verkehrsminister Oliver Wittke neun Millionen Euro „auf dem silbernen Tablett serviert“ habe und der Kreis zu der Baumaßnahme nur eine Million zeitlich gestreckt hätte zusteuern müssen.
Die FDP will sich dafür einsetzen, dass die Position des Kreises in Südwestfalen deutlich gestärkt wird und es vor allem auch mehr Transparenz bei regionalen Entscheidungen gibt. Auch müsse die Kreispolitik „Motor für die Regionale 2013 werden. „Das ist sie bislang nicht“, bedauert Rasche.
Innerhalb des Wahlprogramms gehört die Stärkung des Ehrenamtes zu den Schwerpunkten. Jeder Euro, der hier eingesetzt werde, mache sich doppelt bezahlt. Der Ausbau der Bildungsregion sei einerseits im Sinne bestmöglicher Chancen für junge Menschen bedeutsam, andererseits für den Kreis lebensnotwendig, da er gut ausgebildete Fachkräfte benötige. Die FDP hat sich für die kommende Legislaturperiode ferner eine Verbesserung der Kinder- und Familienfreundlichkeit und einen verstärkten Generationendialog zum Ziel gesetzt. Letzterer kann innerhalb der Partei gut gepflegt werden. Die Altersgruppen sind bunt gemischt, auch bei den Kreistagskandidaten. Sie reichen von dem 19-jährigen JuLi-Vorsitzenden Julian Kirchherr bis zum 61 Jahre alten Landesvorsitzenden der Liberalen Senioren, Günter Münzberger.
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